Perspektive – eine Frage des Gefühls?

 

Welche Perspektive siehst du in deinem Leben?

Beinahe hätte ich gefragt: „Hast du eine Perspektive?“ Doch das wäre völliger Blödsinn. Denn mit Perspektive ist der Blickwinkel gemeint, die Sicht von einem bestimmten Punkt aus.

Es gibt IMMER potenzmittel kaufen eine Perspektive, die Frage ist nur, welche du davon wahrnimmst!

Nach dieser Aussage entgegnen mir meine Klienten oft: „Susanne, das stimmt so aber nicht. In wirklich schlimmen Situationen sehe ich oft absolut keine Möglichkeit!“

Ja, genau.

Du siehst sie nicht.

Das bedeutet jedoch nicht, dass sie nicht da oder gar plötzlich verschwunden ist.

Das Leben hält stets mehrere Optionen für dich bereit. Wenn du dich den oben genannten Einwand sagen oder denken hörst, dann sagt das eigentlich nur aus, dass du deine Möglichkeit oder deine Perspektive nicht fühlen kannst.

 

praktisch-faktisch

Stell dir ein Computerspiel vor. Bevor du es spielen kannst, hat es sich jemand ausgedacht, erschaffen und vor allem auch programmiert. Das sieht dann in etwa so aus:

FALLS Bedingung DANN
Anweisung(en)
SONST FALLS Bedingung2 DANN
Anweisung(en)
SONST
Anweisung(en)
ENDE

(megaeinfach dargestellt – falls du Programmierer bist, verzeihe mir, ich bin ein Laie)

Was bedeutet das?

Jemand hat sich VOR allem Gedanken dazu gemacht und jeden erdenklichen Spielzug bereits zuvor programmiert.

Nimm Tetris als Beispiel: Wie viele Möglichkeiten es gibt, nur einen Stein zu platzieren. Und da prasseln ganz schön viele Steine in den unterschiedlichsten Formen herab. Manche kommen gelegen und wiederum andere verbauen dir eine riesen Chance.

 

Ich lade dich zu einem Gedankenexperiment der Möglichkeiten ein:

Schließe für einen Moment die Augen. Du bist jetzt Jonas Hector im EM-Viertelfinale und musst DEN entscheidenden Elfmeter gegen Italien schießen. Dieser Gegner wurde noch nie in einem Turnier von der Mannschaft bezwungen.

Verschießt du ihn?

Hält der Torwart?

Hast du Glück und der Ball geht gerade so rein?

Oder versenkst du ihn souverän?

 

 

Was glaubst du, wird geschehen, wenn du Angst vor dem Schuss hast?

Was, wenn du das Bild im Kopf hast, wie der Torwart hält?

Was, wenn du dir innerlich gut zusprichst: „Ich werde treffen, ich werde treffen.“

Und was glaubst du, wird passieren, wenn du den Sieg in jeder Zelle deines Körpers spüren kannst?

 

Noch immer in deiner Vorstellung stehst du direkt vor dem Ball. Du hast deine Augen geschlossen und gehst in Gedanken deinen Spielzug durch. Du holst dir das Sieger-Gefühl dafür. Dann wiederholst du den Vorgang und siehst ein Bild vor Augen, wie der Ball ins Tornetz einschlägt. Als nächstes nochmal. Jetzt wird das Bild noch klarer: Du siehst und spürst, wie du den Siegerpokal gen Himmel stemmst. Du fühlst den Sieger in dir. Beim 4. Durchgang in Gedanken bist du vollkommen in diesem Gefühl.

Jetzt machst du die Augen auf, trippelst ein paar Schritte auf den Ball zu und machst dieses Ding rein – BAM!

 

Alle Optionen gibt es.

Welche siehst du?

Und noch wichtiger: Welche fühlst du, als wäre sie schon eingetreten?

 

Eine Option zeigt sich, sobald du sie in deinem Gefühl betrittst!

(Ewald Schober – Trainer des Jahres 2010)

 

Wenn wir vor einer Entscheidung stehen, kann unser Leben, je nach unserer Wahl (und Nichtstun ist auch eine Wahl!!), so oder anders weitergehen. Im Ergebnis gibt es Möglichkeit I, Möglichkeit II, Möglichkeit III… Mit deinem Gefühl wählst du, welche!

Hast du bisher all deine Kraft und Energie darin gelegt, dir eine Perspektive zu erschaffen?

Kein Wunder zehrt es an dir.

Dabei sind sie alle schon längst da. Du brauchst sie „nur noch“ zu erkennen!

Perspektive = Option/Möglichkeit, die bereits hier ist!

 

Meine persönliche Geschichte zum Thema:

Ich erkannte z. B. in meiner Elternzeit, wie sehr mich mein Job in der Arztpraxis auslaugte. Wie sehr mir dort die Hände gebunden waren und ich einfach nicht ausreichend genug für mein tatsächliches Bestreben einstehen konnte. (anderen Menschen helfen und heilen) Und ich hatte seit 7 Jahren nebenbei selbständig massiert. Eine Arbeit, die ich nie als Arbeit ansah und mir irrsinnig viel Freude bereitete. Auch die Gespräche mit meinen Kunden vor und nach der Massage, und wie sie regelrecht federleicht danach mein Haus verließen… (Ich liebe es noch heute, das treibt mich an!)

Doch in meinem Kopf war klar: Ich habe ein Haus abzubezahlen, ich habe einen Sohn zu ernähren und brauche sicheres, festes Einkommen. Nun sah ich zahlreiche Möglichkeiten:

– ein paar Stunden in der Woche in der Arztpraxis (allerdings nur noch als Grundeinkommensquelle und mit immer geringerer Sinnhaftigkeit dahinter – in meinen Augen nicht anstrebenswert, solche Mitarbeiter sind keine guten Mitarbeiter)

– irgendein Job (noch bescheuerter)

– in einem Massagestudio angestellt sein (Da erkannte ich, dass ich meine inzwischen gewonnene Freiheit nicht mehr bereit bin aufzugeben. Ich war schon immer eine Macherin und keine Mitläuferin.)

Eine Möglichkeit nach der anderen, die mir allesamt nicht gefielen.

Ein neuer Blickwinkel musste her.

Mir war von Anfang an klar, dass ich mein eigenes Business ausbauen und genau so mit meinen Klienten agieren möchte, wie das meinen Ansprüchen/inneren Impulsen entspricht und nicht den Gepflogenheiten eines anderen starr folgen.

Denn meine Stärke besteht darin, zu erkennen, was andere gerade benötigen.

Ich stellte mir also gedanklich vor, wie es wäre, wenn ich nur noch mit meinen eigenen Klienten zusammenarbeite, ich selbst entscheiden könnte, wann ich was tun und lassen will.

Und es gefiel mir sehr.

Doch schon nach wenigen Sekunden brachen alte Überzeugungen durch und mein Gedankenkarussell flog mir um beide Ohren. Ich wartete noch ein weiteres Jahr ab, bis meine Elternzeit endete und ein klarer Entschluss fällig wurde.

Dieses frustrierende Gefühl, wenn du deinen Traum vor Augen hast und du im Endeffekt dich nur selbst daran hinderst es zu leben.

Denn die vermeintlich äußeren Umstände wie Haus, Kind und eine Festanstellung zu haben – in der heutigen Zeit! All das waren lediglich eigene Schranken tief in mir verankert.

In der heutigen Zeit…

Ja, wir Menschen können auf äußerst hohem Niveau meckern!!

Meine Eltern haben die Kriegs- und Nachkriegszeit miterlebt:

Meine Mama musste noch nachts über den Hof laufen, um zum Toilettenhäusle zu gelangen, auch bei Kälte oder Hagel. Die ganze Familie wusch sich 1x wöchentlich in 1 Zuber (10 Personen!)

Mein Papa berichtete mir, dass es nachts manchmal im Bett so kalt walt, dass sein Atem an die Bettlatte gefror.

DAS waren Zeiten!

Ich hörte schon von meinem Opa sagen: „Unsere Familie ist halt ein Arbeitervolk. Wir werden immer mit dem Geld haushalten müssen. Schau mal, dass du eine sichere Anstellung bekommst.“

Ist eine Festanstellung tatsächlich die Sicherheit, die ich brauche?

Wieviel Sicherheit brauche ich wirklich?

Und macht das Leben dabei überhaupt noch Spaß?

Ich versetzte mich immer und immer wieder in dieses Bild, wie ich vollkommen selbständig bin. Doch mit reiner Gedankenkraft konnte ich es nie halten. Mal für Mal gelang es mir jedoch leichter. Die Bilder blieben länger.

Bis es eines Tages „schnackelte“:

Ich stellte mir gerade vor, wie ich meinen Kunden fertig massiert habe, danach eine Tasse Tee mit ihm trinke und er gelöst über seine aktuelle Herausforderung spricht. Er verlässt mein Haus ruhig, erleichtert und mit einem gehörigen Motivationsschub. Ich winke ihm zu und spüre mein breites Grinsen über das ganze Gesicht, mein Herz, wie es Purzelbäume schlägt und dieses Gefühl, das mich überkommt, so Großartiges den Menschen zu bringen.

Ich war minutenlang in diesem Gefühl und es war so grandios. Es erfüllte mich vollkommen und mir war klar: Ich werde den Weg der Selbständigkeit gehen.

 

 

Und warum willst du, egal in welchem Bereich (Liebe, Job, Familie…), etwas erreichen? Was ist es, das dich antreibt? Welche Motive hast du?

Ist es nicht immer ein Gefühl? Wir Menschen wollen uns gut fühlen, das ist menschlich.

 

Ich hätte diese Entscheidung schon viel früher treffen können, ja. Doch damals fühlte ich mich noch machtlos. Ich wusste, ich werde es. Schon immer. Doch ich konnte meine Ziele nie fühlen. Zu viel Vergangenes (selbst Erlebtes und blockierende Glaubenssätze) beherrschten mich. Doch wir sind nicht machtlos.

Egal was war, unsere Vergangenheit ist nicht unsere Zukunft! Betrete heute eine neue Option mit deinem Gefühl!

 

Du möchtest dabei Unterstützung? Dann schau mal hier vorbei:


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